Chronik

Am 18. August 1974 wurde der Spielmannszug Hochmoor aus der Taufe gehoben. Für die Bevölkerung war das ein bedeutendes Ereignis. Schon lange vor dem großen Tag stellten engagierte Bürger hinter den Kulissen die Weichen zur Gründung. Als dann die Spielleute ihre ersten offiziellen Töne bei Auftritten erklingen ließen, war die Begeisterung riesengroß.

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Maßgeblich an der Gründung beteiligt war der bis heute unvergessene erste Tambourmajor Winfried Lansing. Er zeigte Gespür im Umgang mit jungen motivierten Musikern und verstand es, seine Spielleute immer wieder zu begeistern. Lansing übernahm die Ausbildung der Trommler, während Herbert Suhr den Flötenspielern die ersten Töne beibrachte.

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Da der Spielmannszug anfangs noch keine öffentlichen Übungsräume nutzen konnte, stellte der Wirt der damaligen Bürgerstube seine Räume zur Verfügung. Schnell wuchs der junge Zug, so dass sich die Räumlichkeiten schon nach kurzer Zeit als zu beengt erwiesen. Daraufhin genehmigte die Stadt Gescher Proben in der Katholischen Grundschule. Wieder stiegen die Schülerzahlen. Erneut auf der Suche nach einer neuen Raumlösung sprang die Gaststätte „Zum weißen Venn“ in die Bresche und stellte ihren großen Saal zur Verfügung. Heute probt der Spielmannszug wieder in der Grundschule nachdem der ausgediente Schulpavillon abgerissen werden musste.

Immer mehr Kinder und Jungendliche absolvierten in den Folgejahren eine musikalische Ausbildung in Theorie und Praxis. Großen Wert legt der Spielmannszug auf diesen Aspekt. Die Jugendausbildung findet Vereinsintern durch vereinsinterne Ausbilder statt. Jährliche Schulungen in D1 und D2-Lehrgängen, sogar bis D3 werden immer wieder durchgeführt. So erlangte der Spielmannszug im Laufe der Jahre weit über die Grenzen der Stadt Gescher hinaus Bekanntheit, und der Terminkalender nahm rasch an Umfang zu.

Ihr musikalisches Können messen die einzelnen Kapellen der Region bei einem Grenzlandwettstreit. Der Sieger wird mit dem Grenzlandpokal belohnt. Diesen „Pott“ durften die Hochmooraner 1987 mit nach Hause nehmen, und der Jubel war bei dem damals noch so jungen Verein unbeschreiblich. Aber bei dieser Trophäe blieb es nicht. Zahllose Urkunden, Pokale und Auszeichnungen erhielt Hochmoors Spielmannszug inzwischen. In Spitzenzeiten gehörten der Kapelle bis zu hundert Spielleute an. Heute zählt der Spielmannszug gut 60 passive und etwa 45 aktive Mitglieder (incl. Nachwuchsmusiker). Montags und mittwochs finden die Proben unter Leitung von Tambourmajorin Heike Emmerich statt, die von mehreren Ausbildern unterstützt wird.

Im Jahre 2008 wurde damit begonnen den Flötenbereich um Konzertflöten (Klappenflöten) zu erweitern. Damit konnten wir unser Repertoire modernisieren.

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Zudem begleiten wir hiermit auch den festlichen Rahmen in Hochzeitsmessen.

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2014 wurde eine Blockflötengruppe ins Leben gerufen. In dieser Gruppe werden Schüler, die mindestens 6 Jahre alt sein sollten, aufgenommen und spielerisch mit der Musik vertraut gemacht.

Natürlich wird auch die Geselligkeit gefördert. Das geschieht durch Vereinsfahrten, Probenwochenenden, Weihnachtsfeier und weitere Angebote. Musikinteressierte sind immer willkommen. Sie können sich jederzeit an den Vorsitzenden Thomas Kloster oder an die Tambourmajorin Heike Emmerich wenden.